Rüdekloster - Amt Glücksburg - Munkbrarupharde

Quellen und ausgewählte Sekundärliteratur

Rüdekloster (1210 - 1582) Amt Glücksburg (1582 - 1779) Munkbrarupharde (1779 - 1867)

 

RÜDEKLOSTER mit RÜDEKLOSTERBIRK (1210 - 1582)

Bischof Homerus von Ripen und Wilhelm von Æbelholt (um 1192?)
... & mutationi consensit aliquando
In: Scriptores rerum Danicarum medii aevi, partim hactenus inediti, partim emendatius editi, quos collegit et adornavit Jacobus Langebek, sacr. reg. maj. a consiliis status et tabularii sanctioris praefectus. Post mortem autem viri beati recognovit, illustravit, publicique juris fecit Petrus Fridericus Suhm. Tomus VI. Hauniae 1786. Excudebat Nicolaus Möller, aulae regiae typographus. S. 36

Fragment des von Bischof Homerus von Ripen und Abt Wilhelm von Æbelholt gefällten Urteils in der Streitsache zwischen den Mönchen von Guldholm und denen des Michaelis-Klosters in Schleswig. Ein Teil der nach Guldholm verbannten Mönche war nach der Gefangennahme Bischof Waldemars nach Schleswig zurückgekehrt und machte nun dem Kloster Guldholm den Besitz streitig.


Wilhelm von Æbelholt (um 1192?)
Ad dominum papam in causa Monachorum
In: Scriptores rerum Danicarum medii aevi, partim hactenus inediti, partim emendatius editi, quos collegit et adornavit Jacobus Langebek, sacr. reg. maj. a consiliis status et tabularii sanctioris praefectus. Post mortem autem viri beati recognovit, illustravit, publicique juris fecit Petrus Fridericus Suhm. Tomus VI. Hauniae 1786. Excudebat Nicolaus Möller, aulae regiae typographus. S. 36

Brief an den Papst Cölestin III.: Wilhelm von Æbelholt teilt mit, dass der Bischof von Ripen und er den zwischen den weißen Mönchen des Klosters Guldholm und den schwarzen Mönchen des Michaelis-Klosters in Schleswig strittigen Besitz den weißen Mönchen übertragen haben, nachdem diese Herzog Waldemar der Jüten das Patronat angetragen hatten. Herzog Waldemar hatte ursprünglich der Verlegung des Klosters von Schleswig nach Guldholm nicht zugestimmt, da er zu diesem Zeitpunkt nicht der Patron des Klosters Guldholm war.


Wilhelm von Æbelholt (zwischen 1192 und 1996?)
Ad dominum papam. Scandala cum inter ecclesiae filios peccatis exigentibus oriuntur
In: Scriptores rerum Danicarum medii aevi, partim hactenus inediti, partim emendatius editi, quos collegit et adornavit Jacobus Langebek, sacr. reg. maj. a consiliis status et tabularii sanctioris praefectus. Post mortem autem viri beati recognovit, illustravit, publicique juris fecit Petrus Fridericus Suhm. Tomus VI. Hauniae 1786. Excudebat Nicolaus Möller, aulae regiae typographus. S. 60

Brief an den Papst Cölestin III.: Wilhelm von Æbelholt berichtet von gewalttätigen Übergriffen der schwarzen Mönche (von Schleswig) auf die grauen Mönche (von Guldholm), bei denen auch Schwerter zum Einsatz gekommen sein sollen.


Wilhelm von Æbelholt (zwischen 1192 und 1996?)
Ad dominum papam. Controversiam, quae inter Nigros & Cistersiensis ordinis Monachos versatur
In: Scriptores rerum Danicarum medii aevi, partim hactenus inediti, partim emendatius editi, quos collegit et adornavit Jacobus Langebek, sacr. reg. maj. a consiliis status et tabularii sanctioris praefectus. Post mortem autem viri beati recognovit, illustravit, publicique juris fecit Petrus Fridericus Suhm. Tomus VI. Hauniae 1786. Excudebat Nicolaus Möller, aulae regiae typographus. S. 61

Brief an den Papst Cölestin III.: Wilhelm von Æbelholt schreibt anlässlich einer Gesandtschaft der schwarzen Mönche zum Papst, erhebt schwere Vorwürfe gegen die schwarzen Mönche und rät dem Papst, ihnen kein Wort zu glauben.


Knud VI. (31. März 1196)
Kanutus dei gracia Danorum Slauorumque rex.
In: Schleswig-Holstein-Lauenburgische Regesten und Urkunden Bd. 1 (786-1250), Urkunde Nr. 199

Knud VI., König der Dänen und Wenden, genehmigt die Verlegung des Klosters von Schleswig nach Guldholm sowie die Änderung der Ordensregel und bestätigt den Besitz des Klosters Guldholm.


 

Narratio de monasterio S. Michaelis apud Slesvicum & de fundatione monasterii Aureae insulae
1289 in Rüdekloster verfasste Erzählung der Verlegung des Michaelis-Klosters in Schleswig nach Guldholm

Narratio (1783)
In: Rerum Danicarum medii aevi, partim hactenus inediti, partim emendatius editi, quos collegit et adornavit Jacobus Langebek, sacr. reg. maj. a consiliis status et tabularii sanctioris praefectus. Post mortem autem viri beati regocnovit, illustravit, publicique juris fecit Petrus Fridericus Suhm. Tomus V. Hauniae 1783. Excudebat Nicolaus Möller, aulae regiae typographus.
S. 379 - 381

In Rüdekloster verfasste Erzählung (narratio) über die Verlegung des Michaelis-Klosters von Schleswig nach Guldholm.

Die Annales Ryenses datieren dieses Ereignis auf das Jahr 1192:

MCXCII. ... Conventus mittitur in Guldholm.
Der Narratio zufolge sollen die Mönche des Michaelis-Klosters in Schleswig ein sehr freies Leben geführt haben, was dem Rate der Stadt schon seit Längerem ein Dorn im Auge war. Verschiedene Versuche, den Eskapaden ein Ende zu setzen, waren aber ohne Ergebnis geblieben.
Eine willkommene Gelegenheit ergab sich, nachdem die Mönche es ganz besonders bunt gemacht hatten: Der Abt des Klosters hatte mit einigen Kumpanen aus dem Kloster den Abend im Schleswiger Nachtleben beim Trunke und in Gesellschaft von Frauen verbracht. Ein Mitbruder, den man nicht mitgenommen hatte, war darüber so verärgert, dass er die Totenglocke läutete und verkündete, der Abt wäre tot, woraufhin sich eine Prozession mit Weihrauchfässern auf den Weg zu dem fraglichen Etablissement machte, wo man den Abt auch antraf, der allerdings noch lebte. Der Abt räumte nach diesem Skandal seinen Posten, und die Mönche übergaben die Leitung des Klosters dem Bischof Waldemar von Schleswig.
Der Bischof war gerade damit beschäftigt, Zisterzienser aus Esrom in Guldholm anzusiedeln und verfügte nun, dass sich die Benediktinermönche von Schleswig nach Guldholm zu begeben hätten und dort nach der Regel der Zisterzienser leben sollten. Am 12. Juni 1192 kamen die Mönche aus Schleswig nach Guldholm. Am 23. Juni 1192 weihte der Bischof den Kirchhof und die Klostermauer ein.
In Schleswig sollten nur 8 Nonnen und 4 Mönche bleiben. Neuaufnahmen sollte es in Schleswig nicht mehr geben. Die Einkünfte des Klosters wurden größtenteils dem Kloster Guldholm übertragen. Dem sehr verringerten Klosterkovent in Schleswig verblieb nur ein Rest seiner einstigen Einkünfte.
Einige Mönche kehrten aber aus Guldholm nach Schleswig zurück und erklärten, sie wären zu Unrechte aus ihrem Kloster geworfen worden.
Es entwickelte sich nun ein Konflikt zwischen den Mönchen in Schleswig und denen in Guldholm, bei dem auch die Mönche vor dem Einsatz körperlicher Gewalt nicht zurückschreckten. Die Sache schlug hohe Wellen, und die Kunde gelangte bis nach Rom, wo eine aus Homerus, dem Bischof von Ripen und Wilhelm, dem Abt des Klosters Æbelholt bestehende Kommission eingesetzt wurde, die den Streitfall klären sollte, wovon Briefe vorliegen. Soweit die Narratio.

Es war übrigens nicht ganz unüblich, dass rivalisierende Mönchsorden Gerüchte übereinander in Umlauf setzten. Es ist daher anzunehmen, dass das Leben der Schleswiger Mönche doch nicht so sinnenfroh war, wie vorliegende Erzählung glauben machen will.

Der Verlauf der Auseinandersetzung der Mönche des Klosters Guldholm und der in Schleswig lässt sich nicht mehr einwandfrei rekonstruieren, da die von Narratio erwähnten Briefe undatiert sind und die Reihenfolge dieser Schriftstücke für den Verlauf der Ereignisse durchaus von Bedeutung ist.

Hier wird folgender Versuch gemacht, bei dem ich von der Reihenfolge ausgehe, in der die Briefe von Suhm in Scriptores rerum Danicarum medii aevi VI herausgegeben worden sind:1

Die vom Papst eingesetzte Kommission wurde aktiv und veranstaltete eine Anhörung aller Parteien. Es stellte sich heraus, dass Waldemar, der Herzog der Jüten, einer Verlegung des Klosters von Schleswig nach Guldholm und der Übertragung seines Besitzes nicht zustimmte, da er das Patronat - also die weltliche Schutzherrschaft - über das Guldholmer Kloster nicht hätte, wie Wilhelm von Æbelholt dem Papst in einem Briefe berichtete.
Nachdem die Guldholmer Mönche dem Herzog auf Ansinnen der Kommission das Patronat angetragen hatten, sprach die Kommission den Besitz des Schleswiger Klosters dem Kloster Guldholm zu.

Mit anderen Worten: Herzog Waldemar ließ die Benediktinermönche, die im Vertrauen auf seine Unterstützung nach Schleswig zurückgekehrt waren, fallen. Die Zisterzienser von Guldholm hingegen waren zu Kompromissen mit Herzog Waldemar bereit, nachdem ihr Schutzherr, Bischof Waldemar, von König Knud VI., dem Bruder Herzog Waldemars, gefangen genommen worden war.

Die erfolgte Schlichtung scheint aber nicht zur Beruhigung der Lage geführt zu haben. In einem weiteren Briefe berichtet Wilhelm von Æbelholt dem Papst von gewalttätigen Übergriffen der Mönche von Schleswig auf die von Guldholm, bei denen sogar mit Schwertern gefuchtelt wurde.
Auch scheinen die Mönche von Schleswig, die wahrscheinlich langsam verzweifelten, eine Delegation zum Papst geschickt zu haben. Das geht aus einem anderen Briefe Wilhelms von Æbelholt an den Papst hervor, in dem der Abt schwere Vorwürfe gegen die schwarzen Mönche von Schleswig erhebt und dem Papst rät, den Mönchen kein Wort zu glauben.
Zuletzt muss sich eine der Parteien an den König als den obersten Richter gewandt haben. Am 31. März 1196 fiel die Entscheidung: König Knud VI. genehmigte die Verlegung des Klosters von Schleswig nach Guldholm, die Änderung der Ordensregel und die Übertragung des Besitzes des Schleswiger Klosters auf das Kloster Guldholm. (Diese Urkunde ist auch deshalb von großer Wichtigkeit, da sie die Besitzungen des Klosters Guldholm akribisch aufzählt. Der Anfang dieser Urkunde liest sich, als ob Knud VI. eine päpstliche Entscheidung bestätigen wollte. Eine diesbezügliche päpstliche Urkunde ist aber nicht bekannt.)

Danach scheint Ruhe eingekehrt zu sein. Die Spur der schwarzen Mönche von Schleswig verliert sich im Dunkel der Geschichte.

Von Guldholm kam das Kloster an seinen endgültigen Standort im heutigen Glücksburg. Die Gründe dieser neuerlichen Verlegung des Klosters sind nicht bekannt. Den Annales Ryenses zufolge geschah dies im Jahre 1210:

MCCX. ... Conventus venit de Aurea insula in Rus regium.
Der altdänischen Fassung der Annales Ryenses zufolge war bereits im Jahre 1209 die Verlegung des Klosters einem Ding der Husbyharde durch ein offizielles Schreiben bekannt gemacht worden. Das Schreiben wird also in Gegenwart der versammelten Gemeinde verlesen worden sein.

Mit der Verlegung des Klosters von Guldholm nach Rus regium ging eine Neuordnung seiner Einkünfte einher:

Im Tausch gegen den Zehnten der Kirchspiele erhielt das Kloster nun den Zehnten der Kirchspiele Bis zur Ankunft der Mönche verwaltete ein Laienbruder namens Syward (Siegfried) die Güter des Klosters. Am Abend des 21. Dezembers 1210 lasen die Mönche zum ersten Male die Regel in Rüdekloster.
Die Stadt Schleswig im letzten Viertel des 16. Jhs. In der Mitte St. Michael auf dem Berge
Die Stadt Schleswig um 1584
("Ex Generosi ac Nobilis Viri D. HENRICI RANSOVII Musaeo (I). I). LXXX. IV. Coloniae.")
In der Mitte St. Michael auf dem Berge ("Vetus delubrum, nunc Divo Michaeli dicatum")
Aus: Urbium praecipuarum totius mundi liber quartus [Civitates orbis terrarum 4] von Franz Hogenberg und Georg Braun

1 Suhm hat die Briefe der Überlieferung folgend angeordnet, und ich gehe davon aus, dass die Überlieferung tatsächlich der Reihenfolge entspricht, in der die Briefe entstanden sind (vgl. S. 3 - 9 "Incipiunt capitula subsequentium epistolarum domini abbatis Willelmi de Paraclyto").
Der einzige mittelalterliche Pergamentcodex mit den Briefen Wilhelms von Æbelholt, der möglicherweise schon nicht mehr ganz vollständig war, fiel 1728 dem Brande von Kopenhagen zum Opfer. Suhm musste das Briefcorpus aus jüngeren Abschriften, die glücklicherweise in hinreichender Menge vorhanden waren, rekonstruieren.
Brief X. des zweiten Buches, durch den die Mönche des St. Michaelis-Klosters in Schleswig von Wilhelm von Æbelholt vorgeladen wurden ("Monachis sancti Michaelis mittitur ab abbate Willelmo, in qua idem Monachi ad praefixum sibi diem evocantur."), ist laut Suhm verschollen (vgl. S. 35).


Narratio (1922)
In: Scriptores minores historiae Danicae medii aevi ex codicibus denuo recensuit M. Cl. Gertz Dr. Phil., Professor Havniensis. Udgivne af Selskabet for Udgivelse af Kilder til Dansk Historie. Vol. II. København i kommission hos G. E. C. Gad. Trykt hos J. Jørgensen & Co. (Ivar Jantzen) 1922
Digitalisat auf privater Webseite.


 

Annales Ryenses

Vermutlich in Rüdekloster um das Jahr 1288 verfasste Chronik zur Geschichte Dänemarks.
Das Werk selbst ist titellos. Die Bezeichnung Annales Ryenses ist ein Arbeitstitel aus dem 18. Jh., der die mittelalterliche Bezeichnung König Eriks Chronik abgelöst hat, die auf einem Mißverständnis beruhte.
Die Chronik beginnt mit Dan, dem ersten sagenhaften dänischen König, und endet im Jahre 1288. Da die Chronik ein erkennbares Interesse an den verschiedenen Zisterzienserklöstern in Dänemark zeigt und das Hauptaugenmerk auf den Ereignissen im Herzogtum Schleswig liegt, gehen viele davon aus, dass die Chronik in einem Zisterzienserkloster in Schleswig entstanden ist. In der altdänischen Fassung der Annales Ryenses tritt ein besonderes Interesse an Rüdekloster klar zutage.
Das Werk gehört zu den frühesten Quellen dänischer Geschichte und ist auch für die Geschichte des norddeutschen Raumes von Bedeutung.
Es ist nicht klar, ob man sich den unbekannten Verfasser der Chronik mehr als Autoren vorzustellen hat oder eher als Redakteur, der letzte Hand an bereits bestehende Texte legte. Dass eine Bearbeitung stattgefunden hat, beweist der Eintrag zum Jahre 1219, wo vermeldet wird, dass König Waldemar Estland erobert habe und dieses bis in die Gegenwart unterworfen geblieben sei.
Überall dort, wo es um Konflikte zwischen Dänen und Deutschen geht, nimmt das Werk einen einseitig dänischen Standpunkt ein, der mitunter in Gehässigkeit abgleitet.
Es liegt außerdem eine in verschiedenen Varianten überlieferte altdänische Fassung vor, die mitunter ausführlicher ist als die lateinischen Annales Ryenses und die bis in das Jahr 1314 fortgesetzt wurde. Das Verhältnis der lateinischen und der dänischen Fassungen zueinander bedarf der näheren Klärung.

 

Handschriften

Annales Ryenses (1295-1305)
Jncipit narratio de origine gentis Dano<rum> sicut in hystorijs ueterib<us> traditu<m> est. <et> de regib<us> eiusdem gentis. <et> gestis eoru<n>dem. A dan. primo rege usq<ue> ad modernos. q<uae> bella gesserint. uel triu<m>phos duxerint. q<ua>lit<er> q<ue> vitam finierint. Su<m>matim <et> <com>pendiose annotans annos ad ea q<uae> sub certis annis scripta potuimus inuenire
(Codex in scrinio 98b, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg)

Siehe auch Brandis 1972, S. 168 - 169.


Annales Ryenses (1965)
In: Codices scriptorum rerum Danicarum prototypice expressi : volumen 5,2. Alteram partem cui insunt annales cum Danica praefatione edidit Erik Kroman. - Hafniae : Munksgaard, 1965
(Corpus Codicum Danicorum medii aevi)

 

Drucke

Annales Ryenses (1603)
Historica narratio de origine gentis Danorum, et de regibus eiusdem gentis, [...] compendiosè olim conscripta ab Erico Daniae rege, Wartislai VII. ducis Pomeraniae filio, et nunc primum in lucem edita ab Erpoldo Lindenbruch. Anno reparatae à Christo salutis M. DC. III.


Annales Ryenses (1609)
Erici Daniae regis, Wratislai VII. ducis Pomeraniae f. historica narratio, de origine gentis Danorum, & de regibus eiusdem gentis, deque eorundem rebus gestis.
In: Scriptores rerum Germanicarum septentrionalium, vicinorumque populorum diversi, continentes historiam ecclesiasticam, et religionis propagationem, gestaque Saxonum, Sclauorum, VVandalorum, Danorum, Norvvegiorum, Suedorum, &. situm denique & naturam omnium quae in septentrione sunt regionum, ipsarumque gentium vetustis temporibus mores ac religiones: quibus accedunt variorum pontificium, imperatorum, regum & ducum diplomata & priuilegia. Omnia ad fidem vett. codd. emendata et aucta: partim etiam nunc primùm ex archiuis prolata, studio atque opera Erpoldi Lindenbrogi cum indice rerum & verborum satis locuplete. Auctorum nomina atque seriem proxima post praefationem pagina indicabit. Francofurti, ex officina typographica Matthiae Beckeri, sumptibus viduae Theodori de Bry, & duorum eius filiorum. Anno M. DC. IX.

S. 292 - 307


Annales Ryenses (1629)
Erici Daniae regis, VVratislai VII ducis Pomeraniae f. Historica narratio, de origine gentis Danorum, & de regibus ejusdem gentis, deque eorundem rebus gestis
In: De regno Daniae et Norwegiae, insulisq<ue> adjacentibus juxtà ac de Holsatia, ducatu Sleswicensi, et finitimis provincijs. Tractatus varij. [Edidit Stephanus Stephanius.] Lugduni Batavorum, ex officina Elzeviriana. (I) I)C XXIX. Cum privilegio.

S. 119 - 167


Annales Ryenses (1630)
Erici Daniae regis, VVratislai VII. ducis Pomeraniae f. historica narratio, de origine gentis Danorum, & de regibus eiusdem gentis, deque eorundem rebus gestis.
In: Scriptores rerum Germanicarum septentrionalium, vicinorumque populorum diversi, continentes historiam ecclesiasticam, et religionis propagationem, gestaque Saxonum, Sclauorum, VVandalorum, Danorum, Norvvegiorum, Suedorum, &. situm denique & naturam omnium quae in septentrione sunt regionum, ipsarumque gentium vetustis temporibus mores ac religiones: quibus accedunt variorum pontificium, imperatorum, regum & ducum diplomata & privuilegia. Omnia ad fidem vett. codd. emendata et aucta: partim etiam nunc primum ex archiuis prolata, studio atque opera Erpoldi Lindenbrogi cum indice rerum & verborum satis locuplete. Auctorum nomina atque seriem proxima post praefationem pagina indicabit. Francofurti, typis Caspari Rôtelij, sumptibus Guilielmi Fitzeri. Anno M. DC. XXX.

S. 292 - 307


Annales Ryenses (1706)
Erici Daniae regis Wratislai VII. ducis Pomeraniae f. historica narratio, de origine gentis Danorum, & de regibus ejusdem gentis, deque eorundem rebus gestis.
In: Erpoldi Lindenbrogii scriptores rerum Germanicarum septentrionalium, vicinorumque populorum, veteres diversi, quibus continentur historia ecclesiastica et religionis propagatio gestaque Saxonum, Sclavorum, Wandalorum, Danorum, Norwegorum, Svedorum &c. situs denique & natura omnium quae in septentrione sunt regionum, ipsarumque gentium vetustis temporibus mores ac religiones. Praeterea variorum pontificum, imperatorum, regum et ducum diplomata et privilegia. Omnia ad fidem vett. codd. emendata & aucta, partim etiam primum ex archivis prolata. Cum novo auctario et indice rerum & verborum satis locuplete. Quid in hac editione nova praestitum sit, declarat praefixa praefatio Jo. Alberti Fabricii, D. & Prof. publ. in Gymnasio Hamburgensi. Scriptorum nomina atque seriem proxima post praefationem pagina indicabit. Hamburgi, sumptu Christiani Liebezeit, anno 1706.

S. 262 - 276


Annales Ryenses (1772)
Regum & gentis Danorum historia a Dano usque ad annum 1288, dicta vulgo Chronicon Erici regis.
In: Scriptores rerum Danicarum medii aevi, partim hactenus inediti, partim emendatius editi, quos collegit, adornavit, et publici juris fecit Jacobus Langebek, sacr. reg. maj. a consiliis status et tabularii sanctioris praefectus. Tomus I. Hafniae 1772. Typis viduae Andr. Hartv. Godiche, per Frider. Christ. Godiche.

S. 148 - 170


Annales Ryenses (1859)
Annales Ryenses. Edente V.Cl.I.M. Lappenberg, I.U.D. rei publicae Hamburgensis tabulario.
In: Monumenta Germaniae Historica. Inde ab anno Christi quingentesimo usque ad annum millesimum et quingentesimum auspiciis societatis aperiendis fontibus rerum Germanicarum medii aevi edidit Georgius Heinricus Pertz serenissimo Borussiae regi a consil. regim. inter. bibliothecae regiae praefectus. Scriptorum tomus XVI. Hannoverae impensis bibliopolii aulici Hahniani MDCCCLVIIII.

S. 386 - 409

S. 390 - 391:

"Inter versiones libri nostri primo loco enumeranda est versio vetusta Danica, a monacho quodam Ryensi facta et aucta continuatione, quae usque ad. a. 1314 extenditur. Codex huius versionis membranaceus, saeculo XV. scriptus, in bibliotheca universitatis Havniensis reconditur. Quae versio, quamquam nonnullis viris historiae Danicae peritis, Suhmio et Langebekio, iam innotuit, tamen publici iuris facta est demum a. 1827. curante R. Nyerup [Nye Danske Magazin T. V. p. 161-200]. Nobis haec versio ad illustrandam historiam nostram maximi pretii videtur esse, quamquam unicus eius, qui extat codex, librarii vitiis scatet quam plurimis. Cuius versionis pretium ea quoque re augetur, quod diversum ab Hamburgensi codice librum manuscriptum ante oculos habuisse videtur, id quod indiciis quibusdam comprobatur. Hinc factum est, ut permulta ex illa tamquam ex altero codice in hominum locorumque nominibus emendaremus, certiorem nacti auctoritatem, quam Stephanius atque Langebekius."
"Ex hac chronici Danici versione suos extraxit Laurentius Stralius annales ab a. 1084. ad a. 1314. Quem excerpsisse versionem Danicam atque in Latinum sermonem transtulisse, colligitur ex continuatione, ex iis, quae affert a. 1209. 1258, atque ex errore insigni ad. a. 1205, ubi verba: Oc wrdae bothae hans maen weth Tunsberg i. e. ambo sunt facti homines regis Tunsbergi perperam vertit ita: Dani condunt Vede ad Tunsbergam."

Annales Ryenses (1920)
In: Annales Danici medii aevi / editionem nouam curauit Ellen Jørgensen. Udgivne af Selskabet for Udgivelse af Kilder til Dansk Historie met understøttelse af Carlsbergfondet. - København i kommission Hos G. E. C. Gad. Trykt Hos Nielsen & Lydiche (Axel Simmelklær), 1920
S. 14 - 17 und 62 - 70


 

Annales Ryenses ins Altdänische übersetzt, ergänzt und fortgesetzt
Verfasst um 1314

Annales Ryenses altdänisch (1827)
Den saa kaldte Kong Eriks Krønike paa gammel Dansk (Efter en Codex paa Universitetsbibliotheket.)
In: Nye Danske Magazin. - 5. Band (1827)

S. 161 - 200

S. 185 - 186:

"MCCIX...Thet samae aar word thet gu(dh?) af gulholm til rus regis, Rydhae clastaer om delt aa Sanctae Magnes dagh. oc then ombytelsae word staatfastae met opnae breff kungiord aa Husby thing. The skeftae oc met biskop Claus, ther word biscop naest aefther biscop Woldemar, oc op bare thind af thre kirkaer, som warae Holdenasbrothorp, Broakaer oc Grumethoft, for tind af firae kirkir, som warae Sanctae Michels kirkae aa byaergaet, Kalleby, Nybølae oc Tholge. oc then ombytaelsae stadfestae the met gothe preuleggae, som ware pauaens bullae met erkebiscops bref, sith eynaet opnae bref, oc met capitels bref af Sleswig. Thaennae tind op bar een leybrother, Syward, oc flythin til monkae nytthae, aefthaer there vilyae, i Rythae claster, Rus regis, for monkae komae thiit at bo. Rytha claster kom af Insula aurea til thid som the nu bo, oc aa Sanctae thomes apostel afteen laestae monkae ther først raeyael."
Vorliegende Handschrift soll Anfang des 15. Jhs. verfasst worden sein.

Mit der Verlegung des Klosters von Guldholm nach Rus regium ging eine Neuordnung seiner Einkünfte einher:
Im Tausch gegen den Zehnten von St. Michael auf dem Berge und in Kahleby, Nübel und Tolk erhielt das Kloster den Zehnten in Munkbrarup, Broacker und Grundhof.
(Siehe auch Schleswig-Holstein-Lauenburgische Regesten und Urkunden Bd. 1 (786-1250), Regest Nr. 272.)

Die Verlegung des Klosters wurde durch ein offizielles Schreiben bekannt gemacht, das offensichtlich während einer Dingversammlung der Husbyharde verlesen wurde.
Die Husbyharde mit Rus regis (Ruedekloster) und die Struxdorfharde mit Aurea insula (Guldhom) im 12./13. Jh. Ausschnitt aus der Karte Slesvig i Valdemarernes Tid
Die Husbyharde mit Rus regis (Rüdekloster) und die Struxdorfharde mit Aurea insula (Guldholm) in Angeln im 12./13. Jh. Ausschnitt aus der Karte Slesvig i Valdemarernes Tid

Annales Ryenses altdänisch (1892)
Ex additamentis et continuationibus annalium ex Ryensibus excerptorum
In: Ex rerum Danicarum scriptoribus saec. XII. et XIII. / edidit G. Waitz. - Hannoverae : Impensis bibliopolii Hahniani, MDCCCXCII
(Monumenta Germaniae historica. Scriptorum tomus XXIX.)

S. 228 - 233.


Annales Ryenses altdänisch (1911a)
Ryde-årbogen på Dansk I : efter cod. Rantzowianus og yngre håndskrifter
In: Gammeldanske krøniker / udgivne for Samfund til udgivelse af gammel nordisk litteratur ved M. Lorenzen. - 2. Hæfte. - København : S. L. Møllers bogtrykkeri, 1911

S. 61 - 134


Annales Ryenses altdänisch (1911b)
Ryde-årbogen på Dansk II : efter cod. Holm. K 4 fol.
In: Gammeldanske krøniker / udgivne for Samfund til udgivelse af gammel nordisk litteratur ved M. Lorenzen. - 2. Hæfte. - København : S. L. Møllers bogtrykkeri, 1911

S. 136 - 192


 

Laurentius Stralius (16. Jh.?)
Laurentii Stralii Annales Danici ab Anno 1084 ad An. usque 1314
In: Scriptores rerum Danicarum medii aevi, partim hactenus inediti, partim emendatius editi, quos collegit, adornavit, et publici juris fecit Jacobus Langebek, sacr. reg. maj. a consiliis status et tabularii sanctioris praefectus. Tomus III. Hafniae 1774. Typis viduae Andreae Hartuici Godiche, per Frider. Christ. Godiche.

S. 302 - 316

Aus der Einleitung des Herausgebers:

Laurentius Stralius quis fuerit & cujas, me nescire fateor. Neque nomen ejus, quantum memini, aliunde, quam ex inscriptione hujus opusculi mihi innotuit. Inter veteres scriptores, licet de rebus vetustis agat, eum referre, non audeo, nec certe vetustiorem seculo XVI. eum fuisse puto; tunc enim apud eruditos appellatio Cimbriae & Cimbrorum, qua pro Jutiae & Jutorum Stralius utitur, in usum venerat.

S. 308:

MCCIX. ...Eodem anno bona de Gulholm ad Rus Regis, Rydhae Coenobium, transferuntur die S. Magni. Transmutatio haec confirmatur literis ad Comitia Husby. The skefte ock met Biscop Claus, ther word Biscop naest effter Biscop Voldemar, oc opbare Thind aff thre Kirker, som ware, Holdernas brotorp, Broaker, oc Grimmethost, for Tind aff fire Kirker, som ware Sancte Michels Kirke aa Byergett, Kalleby, Nybølle, oc Tholge, oc thenn Ombytelse statfest the met gothe priuilegge, som ware Pauens Buller, met Erchebißpens Breff, sit egen opne Breff, oc met Capittels Breff aff Slesuick. Thenne Tind opbar en Leybroter Syuart, oc flythin til Moncke Nytte, aeffter there Vilye y Rythae Closter, Rus Regis, for Moncke kome thyt at bo. Rytha Closter kom aff Insula Aurea til thid som de nu bo, oc aa S. Tho(...) Apostel Afften laeste Moncke then første Raeyel.

Fußnote (f):

Haec, eâdem veteri orthographia Danica, leguntur in vetusto illo supra citato Chronico Danico ex Cod. Ranzov. membra. Latine autem ita sonant:
"Commutationem quoque cum Nicolao episcopo, qui proximus post Waldemarum episcopus erat, fecerunt, decimasque ex tribus ecclesiis susceperunt, quae erant Holdernaes-Brothorp, Broaker, & Grimmethoft, pro decimis ex quatuor ecclesiis, scilicet Sancti Michaelis in monte, Kalleby, Nybölle, & Tholge. Quam commutationem bonis privilegiis confirmarunt, nempe bullis papalibus, literis archiepiscopi, suismet literis, literisque capituli Slesvicensis. Hanc decimam exegit frater laicus Syvardus, & in usus monachorum impendit, ad voluntatem fratrum monasterii Rythe, Ruris regii, antequam monachi eo habitatum venerant. Monasterii Rythe fratres ex Insula aurea eo venerunt, ubi nunc habitant, & in vigilia S. Thomae apostoli monachi primam regulam legerunt."
Haec quoque apud Hvitfeldium p. 178. leguntur, ex hisdem annalibus exscripta. Hvitfeldius l. c. causam etiam migrationis monachorum ex Aurea insula sive Guldholm ad Rus regis s. Ryekloster refert.

Flensburger Propsteibuch (1538)
In: Ein Versuch das Canonische Recht, in soferne es für die Protestanten brauchbar ist, mit den eigenen Worten der Kirchen-Gesetze für die Herzogthümer Schleswig und Holstein ect. zu belegen : zweyter Theil / von Nicolaus Johannsen. - Friedrichstadt, gedruckt bey Bade und Fischer, Königl. privilegirten Buchdruckern. 1804.
S. 105 - 119

S. 106: "Rekenscup, geholden tho Braderup Anno 38. It. tho dem Kerkherren de Tegende, Botterborde, de Wedemstedhe ys tho dem Kloster, vnd dat Karspel werth vth dem Kloster vorsorget, sponsalia, funeralia, iiij Offer<d>age. Tho der Kosterien ij <Schillinge> van ein ider Hus, vnd I Drawe Hauer. It. By eyn ider Hußwerdt is eyn Kerkenko, darvan jarlyckes iij <Schillinge>, so jemande dar bauen hefft Koye edder Gulden, van eyn ider Ko edder Gulden ij <Schillinge>."

Jordanus, Marcus (1559)
Affschrifft vn<de> vortekinge der beider Vörstendhöme / Sleswick / Holsten / Stormarn vn<de> Dithmerschen. M. D. lix. Ein kunstlick Calendarium vp alle thokumpstige Jare denstlick / Darinne alle Festdage / Der Sünnen gradt vnd Gülden tall etc. vortekent. Marcus Iordanus. Gedrückt tho Hamborch dorch Joachim Louwen. Anno. M. D. lix.
Karte von Schleswig-Holstein.


Rantzau, Heinrich (1585)
Danorum Marca, uel Cimbricum, aut Daniae Regnum [...] M. D. LXXXV.
In: Urbium praecipuarum totius mundi liber quartus [1594]

Auf dieser, auf das Jahr 1585 datierten Karte wird Rüdekloster ("Rhucloster") noch vermeldet. Unklar bleibt, welche Rolle Heinrich Rantzau ganz genau bei der Entstehung dieser Karte gespielt hat.
Koloriertes Exemplar, auf dem Dithmarschen fälschlicherweise als Teil Schleswigs dargestellt wird. Auf einem anderen Exemplar dieser Karte wird Dithmarschen als von sowohl Holstein wie auch Schleswig gesonderte Landschaft dargestellt.

Der Text der oberen Legende lautet:

"HENRICVS RANZOVIVS, FRIDERICI II. DANIAE Regis intimus consiliarius, tam vtriusque Ducatus Slesuicensis et Holsatiae, quam Dithmarsorum Gubernator & Fruditor, singulare praesidiu<m>, Sic patriam opusq<ue> nostru<m> exornabat."

Der Text der unteren Legende lautet:

"Danorum Marca, uel Cimbricum, aut Daniae Regnum, multis sui partib<us> marinis interseptum fluctib<us>, ab ortu, Suedia; à meridie Saxonià & Westphalià; ab Occidente Oceano Germanico; à Septentrione, Nordwegià terminatur. Vbi Suediae vicina, Schaniam, Hallandiam, Bleckingiam prouincias habet, amoenas, fertiles, populosas. Vnde breuis ex Helsenburgo in Sealandiam, locupletißimam insulam, traictus. Jn qua teolonium illud famosum ad Gronenburgum arcem, Et Hafnia, Siue Copenhafnia, sedes regia. Sealandiae ad meridiem Lalandia, Falstria, et minores aliquot insulae subsunt, Et alia, sed occidentalior, Langelandia. Jnde. Fionia, quae & ipsa una ex praecipuis Daniae insulis, sed, Sealandia minor, cui septem et triginta insulae adiacent. Ex Fionia, facilis est in ducatum Slesuicensem traiectus, cui Cimbrica Chersonesus, quae Jutia borealis, proxima. Dehinc Wenslia, regio peninsularis, Noruegiam uersus in cunei formam, ad Scagam Opp. Cimbrici promontorij caput, se extendit. Jn Cimbricam ex Saxonia, aditu[s] est Holsatia, cum Wagria, Stormaria, et Dithmarsia. Ducatus sunt, qui Generosi ac Nobili uiri HENRICI RANZOVII, bonis artib<us> et Marte Jllustris gubernatione, Regi Daniae foeliciter parent. M. D. LXXXV."

Am linken Bildrand steht:

"RANZOVIANAE DOMVI NVNCVPATV<M>."

Typus parvae Angliae inter Iutiam et Holsatiam (1597)
In: Holsteinischer Städte Chronica Darinnen ordentliche Warhaftige kurtze Beschreibung / Woher die Städte den Namen haben / Wo oder an welchem Ort sie gelegen / Wenn / vnd von wem sie erbawet oder erweitert / vnd mit Stadt Recht bewidmet worden. Jtem / Was sie für Fewers vnnd Kriegs noth ausgestanden / Auch endlich / was sie für Wappen führen. Aus glaubwirdigen Scribenten mit fleiß zusammen getragen / vnd in Druck verfertiget / Durch M. Andream Angelum Struthiomont. M. D. XCVII. Cum privilegio. Jn verlegung Henningi Grossen Buchhändlers zu Leipzig.

Diese nach Südosten ausgerichtete Karte von Angeln gibt einen gewissen Eindruck von der Architektur Rüdeklosters. Die Karte enthält außerdem einen frühen Beleg des Namens Munkbrarup: Muncke Brarup. Der lateinische Titel der Karte bedeutet: Gestalt des kleinen Angliens zwischen Jütland und Holstein. Das lateinische Wort Anglia bedeutet in anderem Zusammenhang England.

Rechts unten steht:

Hollingstede Hinc veteres Angli naues conscenderunt & in Britanniam per oceanum nauigati sunt.
("Hollingstedt. Hier haben die alten Angeln die Schiffe bestiegen und sind nach Britannien durch das Meer gefahren.")

Im vorangehenden Druck von Holsteinischer Städte Chronica (Wittenberg, 1596) befindet sich die Karte im 1. Teile des Werkes.
Die Karte ist in Monumenta inedita I (1739) als Illustration zu der 1597 von Heinrich Rantzau verfassten Schrift Cimbricae chersonesi descriptio nova neu gedruckt worden.

Das Werk ist vermutlich vor Abriss des Klosters 1582 entstanden und später durch das Hinzufügen des Namens Lucksborg aktualisiert worden.

Christian Ulrich Grupen schreibt Rantzau die Urheberschaft an dieser Karte zu (vgl. Grupen 1763, S. 120). Tatsächlich findet sich die Karte in Rantzaus handschriftlichem Nachlass (vgl. Ratjen 1865, S. 411). Vielleicht ist es wahrscheinlicher, dass Rantzau nicht selbst der Urheber dieser Karte war, wohl aber deren Entstehung veranlasst und inspiriert hat.

Bereits 1594 hatte Rantzau eine kleine Schrift (Libellus de origine, nomine, fortitudine, rebus gestis & fidelitate Cimbrorum, M. D. XCIIII.) veröffentlicht, in der er folgendermaßen über die Herkunft der Angeln nachdachte:

Nullum etiam est dubium, Anglos ex Cimbris oriundos fuisse. Venerabilis Beda, qui vixit A.C. 730. meminit (Historia ecclesiastica gentis Anglorum I, 15) Iutarum & Saxonum, (tunc enim temporis Cimbrorum nomen usurpari defiit) dicens: Anglos (ex quibus incolae regni Anglici orti sunt) sedes suas inter illos habuisse. Et tractus ille, qui inter Iutlandiam & Holsatiam Saxonum in angulo situs est, & Slia flumine ab vna parte clauditur; ab alterâ verò sinu freti Balthici atq<ue> vrbe Flensburgo terminatur, Anglia etiamnûm appellatur.
"Es gibt auch keinen Zweifel, dass die Angeln von den Cimbern abstammten. Beda Venerabilis, der um das Jahr 730 lebte, erwähnt nämlich die Jüten und Sachsen und fährt fort (Zu dieser Zeit nämlich hatte der Name der Cimbern aufgehört gebraucht zu werden.), dass die Angeln, (von denen die Bewohner des englischen Reiches abstammen), ihre Wohnsitze zwischen jenen gehabt hätten. Und jener Landstrich, der zwischen Jütland und dem Holstein der Sachsen in einem Winkel (angulus) gelegen ist und vom Flusse Schlei zur einen Seite abgeschlossen, auf der anderen aber durch eine Bucht der Ostsee und die Stadt Flensburg begrenzt wird, wird heute noch Angeln genannt."

Hamsfort, Cornelius (16. / 17. Jh.)
Chronologia rerum Danicarum secunda, auctore Cornelio Hamsfortio Cimbro ab anno Christi DCLXXXVII. ad annum MCCCCXLVIII. ex codice mscr. bibliothecae regiae Hafn. signato E 32.
In: Scriptores rerum Danicarum medii aevi, partim hactenus inediti, partim emendatius editi, quos collegit, adornavit, et publici juris fecit Jacobus Langebek, sacr. reg. maj. a consiliis status et tabularii sanctioris praefectus. Tomus I. Hafniae 1772. Typis viduae Andr. Hartv. Godiche, per Frider. Christ. Godiche.

S. 266 - 334

S. 284:

Anno Domini (I)CCIX. ... Reditus coenobii Insulae aureae transferuntur ad coenobium Ruris regii die S. Magni. Transmutatio confirmatur comitiis Husbyensibus, approbante Nicolao, episcopo Slieuicensi. Sodales erant Ruris regii ex coenobio Aureae insulae. Regula & disciplina proponitur pridie S. Thomae apostoli. Egit quaestorem sodalium Sivardus monachus laicus. Totam hanc actionem Innocentius III. papa & Andreas pontifex Lundensis comprobarunt.

Demnach ist die Verlegung des Klosters einem Ding der Husbyharde bekannt gemacht worden.


Heimreich, Anton (1683)
Schleßwigische KirchenHistorie / Darinn Die abschaffung der Heidnischen Abgötterey / und einführung der in der Römischen Kirchen üblichen Christlichen Religion, Auch stifftung des Schleßwigischen Bißthums und desselben Bischöffe Leben / Und die endlich vorgenommene Reformation, und nach derselben sich eräugnete Ketzereyen / neben anderen im Schleßwigischen Hertzogthum vorgefallenen KirchenHändelen / Aus glaubwürdigen Schriften und Nachrichtungen ist verfasset und zusammen gezogen Durch M. Antonium Heimreich Walthern / P. auf dem Mohre im NordStrande. Schleßwig gedruckt bey Johan Holwein / Jm Jahr 1683.

S. 88 - 89: Nach diesem hat der Schleßwigischer Bischoff Woldemarus A. C. 1192. das Kloster Guldenholm bey Schleßwig auff dem Holm aus seinen eigenen Güteren gestifftet / aus welchem sein Nachfolger / Bischoff Nicolaus I. die Münche wegen dem ärgerlichem Leben des Apts und der Brüdere / hinweg geschaffet / und gen Rühkloster so auch Munch-Brarupskloster genant / und in Hußbyharde gelegen / versetzet...

Heimreich führt hier irrtümlicherweise den (vorgeblichen) Grund zur Versetzung des Klosters von Schleswig nach Guldholm als Motiv des neuerlichen Umzugs von Guldholm nach Rus regium an. (Die Gründe der Verlagerung des Klosters von Guldholm nach Rus regium sind nicht bekannt.) Dennoch ist diese Textstelle von Bedeutung, da sie einen frühen Beleg des Namens Munkbrarup enthält.


Janauschek, Leopold (1877)
DII. Rus-Regium, Ruhekloster
In: Originum Cisterciensium tomus 1 in quo praemissis congregationum domiciliis adjectisque tabulis chronologico-genealogicis veterum abbatiarum a monachis habitatarum fundationes ad fidem antiquissimorum fontium primus descriptsit P. Leopoldus Janauschek Moravus Brunensis monasterii B. M. V. de Claravalle/Austriae (vulgo Zwettl) ordinis Cisterciensis presbyter, s. s. theologiae in universitate Tubingensi doctor, historiae ecclesiasticae et juris Canonici in collegio ad Sanctam-Crucem professor, Cae. reg. societati indagandorum et conservandorum antiquitatis monumentorum epistolarum consortio adjunctus. Opus Caes. reg. academia literarum Vindobonensi subsidium ferente editum. Vindobonae : in commissis apud Alfredum Hoelder Caes. reg. aulae et universitatis bibliopolam. MDCCCLXXVII.

S. 195


Kuß, Christian (1831)
Die vormaligen Mönchs-Klöster des Cistercienserordens in den Herzogthümern Schleswig und Holstein : 1. Rukloster / von Christian Kuß, Diakonus in Kellinghusen
In: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg. - Bd. 10 (1831). - S. 459 - 496


Jensen, Hans Nicolai Andreas (1827a)
Versuch einer geschichtlichen Darstellung der Kirchenverfassung im Herzogthum Schleswig : 1. Teil / von dem Candidatus Theologiä Jensen in Flensburg
In: Staatsbürgerliches Magazin, mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg. - Bd. 7 (1827). - S. - 1 - 53

S. 43 - 46:

"Außer diesen 226 Kirchen (unter denen sich indessen manche Kapellen mitberechnet finden möchten) gab es noch einige Kirchen mehr in der Schleswigschen Diöcese, die nicht unter die 7 Propsteien mitbegriffen wurden, namentlich:"
(...)
  1. "Die Kloster-Kirchen. Der Klöster gab's denn auch hier genug, zumal seitdem in der ersten Häfte des 13ten Jahrhunderts die Bettelorden ins Land gekommen waren. Das älteste Kloster, welches schon gegen Ende des 12ten Jahrhunderts in der Geschichte durch den berüchtigten Mönchenkrieg merkwürdig wurde, war das St. Michaelis Kloster vor Schleswig, mit Benedictiner Mönchen und zwar Cluniacensern besetzt, scheint aber auch bald in dem Kampfe mit den Cisterciesern zu Guldholm untergegangen zu seyn, denn schon vor 1210 waren die letzteren im Besitz der Michaeliskirche. - Die Klöster in der Schleswigschen Diöcese, die sich bis auf die Reformation erhielten, waren folgende:"

    1. "Das ebenerwähnte Cistercienser-Kloster zu Guldholm (aurea insula) am Langsee in Angeln; 1192 vom Bischof Waldemar gestiftet und mit Mönchen aus Soroe besetzt; 1210 aber nach rus regis im nördlichen Angeln verlegt und seitdem Rye-Ryde oder Ruhekloster genannt, und von einem Abt regirt."

Jensen, Hans Nicolai Andreas (1841)
Versuch einer kirchlichen Statistik des Herzoghtums Schleswig von H. N. A. Jensen, Dr. phil. , Pastor zu Gelting. Dritte Lieferung, enthaltend die Propsteien Flensburg, Gottorf und Hütten. Flensburg. Druck und Verlag von A. S. Kastrup. 1841.

S. 952:

"Rye heißt noch in Angeln Gestrüpp, Holzanwuchs und des Königs Antheil mag "Kongens Rye" genannt worden seyn, daher die Benennung des Klosters: Rus regis, Rus regium, monasterium ord. S. Bernardi Sanctae Mariae Ruris regii, coenobium Rydhae und Rythae, Rykloster, Rude-, Ru-, Row-, bei späteren Schriftstellern irrig das Ruhe-Kloster."

S. 990, Fußnote. Über Munkbrarup:

"Jn katholischen Zeiten verrichteten die Mönche hier den Gottesdienst und noch im Probsteibuch heißt es: De Wedemstedhe ys tho dem Kloster vnd dat Karspel werth uth dem Kloster vorsorget."

Schmidt, J.N. (um 1850)
Slesvig i Valdemarernes Tid efter "Jordebogen" 1231, J. Mejers Kort 1240 og andre samtidige Documenter ved J.N. Schmidt
Rekonstruktion des Herzogtums Schleswig um 1230. Karte.


Usinger, Rudolf (1861)
Die dänischen Annalen und Chroniken des Mittelalters. Kritisch untersucht von Rudolf Usinger. Hannover. Hahn'sche Hofbuchhandlung. 1861
Annales Ryenses: S. 61 - 78


Von Stemann (1862)
Zur Geschichte von Rudekloster / vom Appellationsgerichts-Präsidenten v. Stemann
In: Slesvigske Provindsialefterretninger. - Bd. 3 (1862). - S. 145 - 186

Mit 20 zumeist niederdeutschen Urkunden.


Jensen, Hans Nicolai Andreas (1874)
Schleswig-Holsteinische Kirchengeschichte : zweiter Band / nach hinterlassenen Handschriften von H. N. A. Jensen, Doctor der Philosophie, Pastor zu Boren in Angeln, überarbeitet und herausgegeben von A. L. J. Michelsen, Doctor der Rechte und der Philosophie, Geheimen Justiz/ und Ober-Appellations-Rathe, Comthur und Ritter ect. - Kiel : Ernst Homann, 1874
Zu den Klöstern St. Michaelis in Schleswig, Guldholm und Rüdekloster: S. 81 - 90.


Holdt, A. C. C. (1884)
Flensburg früher und jetzt. Historisch-topographische Bilder aus Vorzeit und Gegenwart. Mit einer photographischen Ansicht: "Flensburg anno 1700" von A. C. C. Holdt. Flensburg. Verlag der Huwald'schen Buchhandlung, O. Hollesen. 1884

S. 92, Fußnote **:

"Mehreres spricht dafür, daß der Norderhohlweg die ältere der beiden Straßen [Kanzleistraße und Norderhohlweg] ist. Schon der Verkehr der Stadt mit dem Rudekloster (dem jetzigen Glücksburg), das bekanntlich im 13. Jahrhundert angelegt wurde, mußte eine möglichst direkte Verbindung mit diesem vormals so wichtigen Punkt wüschenswerth erscheinen lassen. Es ist mithin nicht unwahrscheinlich, daß der weiter südlich wohnende Angler Bauer längere Zeit hindurch seinen Weg zur Stadt durch den nördlichen Hohlweg hat nehmen müssen, und die bekannte Redensart: "Mitten im Wege wie die Adelbyer Kirche" könnte vermuthen lassen, daß sein Weg dorthin an der genannten Kirche vorbei, resp. um dieselbe herum geführt habe."

Godt, Christian (1891)
Bischof Waldemar von Schleswig und die Cistercienser von Guldholm : ein Beitrag zur Geschichte Schleswigs im 12. und 13. Jahrhundert / von Christian Godt in Altona
In: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holstein-Lauenburgische Geschichte. - 21. Band (1891)

S. 137 - 186.


Kuhlmann, Hans Joachim (1955)
Das Rudekloster und seine Vorgänger St. Michaelis-Schleswig und Guldholm / von Hans Joachim Kuhlmann
In: Jahrbuch des Angler Heimatvereins. - 19 (1955). - S. 81 - 87


Seebach, Carl-Heinrich (1964)
Die Grabung im Schloßteich von Schloß Glücksburg : Rukloster, monasterium ruris regii / Carl-Heinrich Seebach
In: Bonner Jahrbücher. - Bd. 164 (1964). - S. 133 - 136


Schulze, Heiko K. L. (2006)
Die Bauten des Rudeklosters in Glücksburg im 13. Jahrhundert : zur Architektur der Zisterzienser in Norddeutschland / Heiko K. L. Schulze
In: "Denk Mal!" : Zeitschrift für Denkmalspflege in Schleswig-Holstein. - Jg. 13 (2006). - S. 40 - 49

 

Urkunden und Regesten

Noodt, Johann Friedrich (1733)
Versuch einer unpartheyischen historischen Nachricht Von dem Rahmen / Alterthum / Ursprung / Wapen, Ansehen und Verdiensten der Hoch-Adelichen Ranzovischen Familie, Welchem das Leben des ersten Grafen Herrn Christiani von Ranzov und einige die vormahlige Klöster Gulholm und Rugkloster / ietzo Glücksburg / betreffende Urkunden beygefügt sind, vorläuffig mitgetheilt von Johann Friderich Noodt, Slesvic. Schleswig / 1733.
10 Urkunden mit Bezug auf Rüdekloster und dessen Vorläufer, das Kloster Guldholm, im Anhang.


Regesta diplomatica historiae Danicae (1843)
Regesta diplomatica historiae Danicae. Index chronologicus diplomatum et literarum, historiam Danicam inde ab antiquissimis temporibus usque ad annum 1660 illustrantium, quae in libris hactenus editis vulgata sunt. Cura Societatis Regiae Scientiarum Danicae. Tomi prioris pars prior ab anno 822 ad annum 1397. Havniae. Typis excudebat J. D. Quist. MDCCCXLIII.

Ad annum 1192, regest. 398, 399, 400, 401; ad annum 1196, regest. 443.

Von Stemann (1862)
Zur Geschichte von Rudekloster / vom Appellationsgerichts-Präsidenten v. Stemann
In: Slesvigske Provindsialefterretninger. - Bd. 3 (1862). - S. 145 - 186

Mit 20 zumeist niederdeutschen Urkunden.


Schleswig-Holstein-Lauenburgische Regesten und Urkunden (1886 - 1896)
Schleswig-Holstein-Lauenburgische Regesten und Urkunden / im Auftrage der Gesellschaft für Schleswig-Holstein-Lauenburgische Geschichte bearbeitet und herausgegeben von Dr. P. Hasse, Professor an der Universität zu Kiel. - Hamburg und Leipzig : Verlag von Leopold Voss

  1. Band : (786 - 1250). - 1886

    (Nr. 178 - 181, 199, 272, 317)

  2. Band : (1250 - 1300). - 1888

    (Nr. 78, 919)

  3. Band : (1301 - 1340). - 1896

    (Nr. 256, 334, 447)

Acta Pontificum Danica (1904 - 1915)
Acta Pontificum Danica : pavelige aktstykker vedrørende Danmark ; 1316 - 1536 / udgivet af L. Moltesen ; Alfr. Krarup ; Johs. Lindbæk. Udgivet paa Carlsbergfondets bekostning. - København : i kommission hos G. E. C. Gad

  1. Bind : 1316 - 1378. - 1904

    (Nr. 248, 655)

  2. Bind : 1378 - 1431. - 1907

    (Nr. 885, 1524, 1525, 1532, 1570, 1409)

  3. Bind : 1431 - 1471. - 1908

    (Nr. 2050)

  4. Bind : 1471 - 1492. - 1910

    (Nr. 3256, 3257)

  5. Bind : 1492 - 1513. - 1913

    (Nr. 4135, 3497, 4118)

  6. Bind : 1513 - 1536. - 1915

    (Nr. 1498)

Ausschnitt aus der Hamburger Handschrift der um 1305 entstandenen Annales Ryenses
Anno do<mini> M CC x [...] Conuentus ue<n>it de aurea insula in rus regiu<m>
Ausschnitt aus der um 1305 entstandenen Hamburger Handschrift der Annales Ryenses

 

 

 

AMT GLÜCKSBURG (1582 - 1779)

Landestheilung zwischen König Friederich II. und Herzog Johann dem Jüngern (1582)
In: Sammlung der wichtigsten Urkunden welche auf das Staatsrecht der Herzogthümer Schleswig und Holstein Bezug haben / herausgegeben und mit Einleitung versehen von Dr. N. Falck, Statsrath, ordentlichem Professor der Rechte an der Universität zu Kiel, Ordinarius im Spruchcollegium, Commandeur des Dannebrogordens und Dannebrogsmann, der Königlichen Gesellschaften der Wissenschaften in Kopenhagen und anderer gelehrten Gesellschaften Mitgliede. - Kiel : Carl Schröder und Comp., 1847
S. 82 - 89.

Erbteilung, durch die Herzog Johann der Jüngere und seine Nachkommen in den Besitz von Rüdeklosterbirk gelangten.


Mejer, Johannes (1652a)
Landtcarte Von dem Ambte Flensborg ohne Nordgoeßherde. Anno 1648. Viris Nobilib<us> amplißimis et prudentißimis, Dno. Theodoro Lente Icto Reg. Maj. Dan. et Norweg. Consiliario Jntimo et Secretario dexterrimo Et Dno. Philippo Iulio Borneman Ejusdem Seren. Reg: Majest: Secretaris Spectatißimo. Fautorib<us> suis honorandis Tabulam hanc quatuor Nomorum Praefecturae Flensborgensis perofficiose inscribit Author Iohannes Mejer gen. Husum, Reg<iae> Maj<estatis> Mathematic<us>. Matthias & Nicolas Peters Goldtschmide. gebr. Husum. sculps.
In: Newe Landesbeschreibung Der Zwey Hertzogthümer Schleswich vnd Holstein, Zusambt Vielen dabey gehörigen Newen Landcarten, Die auff Jhr. königl. Maytt zu Dennemarck, Norwegen etc. vnd Jhr Fürstl Dürchl. Beeder Regierenden Hertzogen zu Schleswich-Holstein, etc. Aller- vnd Gnädigsten befele Von dero Königl. Maytt. bestaltem Mathematico Iohanne Mejero, Hus. Cimbro Chrographice elaboriert, dürch Casparum Danckwerth D. Zusammen getragen Vnd Verfertigt, worin auch Das Alte Teütschland Kürtzlich beschrieben, mit begriffen ist. Anno 1652. Matthias et Nicolaus Petersen, fratres, Aurifices Husemenses sculpserunt.

Die Karte zeigt das Amt Glücksburg.


Mejer, Johannes (1652b)
Carte von den Ländern Anglen und Schwansen. Anno 1649. Viris Generosis Strennuis ac splendidis Dn. Heinrico Brockdorff, Domino in Hemmelmarck Sereniß. ac Celsiß. Ducis Sleswici et Holsatici Tribuno militum fortißimo et Dn. Nicolao von Allfeldt Haereditario in Geltringen Tabulam hanc Geographicam perofficiose dedicat author Iohannes Meier. Husan. Reg<iae> Mai<estatis> Mathematic<us>. Matthis und Clauß Petersen Goldtschmide und gebr. Hus. Cimb. sculpse<runt>.
In: Newe Landesbeschreibung Der Zwey Hertzogthümer Schleswich vnd Holstein, Zusambt Vielen dabey gehörigen Newen Landcarten, Die auff Jhr. königl. Maytt zu Dennemarck, Norwegen etc. vnd Jhr Fürstl Dürchl. Beeder Regierenden Hertzogen zu Schleswich-Holstein, etc. Aller- vnd Gnädigsten befele Von dero Königl. Maytt. bestaltem Mathematico Iohanne Mejero, Hus. Cimbro Chrographice elaboriert, dürch Casparum Danckwerth D. Zusammen getragen Vnd Verfertigt, worin auch Das Alte Teütschland Kürtzlich beschrieben, mit begriffen ist. Anno 1652. Matthias et Nicolaus Petersen, fratres, Aurifices Husemenses sculpserunt.

Die Karte zeigt das Amt Glücksburg.


De Wit, Frederick (nach 1686)
Ducatus Slesvicensis in omnes suas praefecturas circulos et provincias distinte divisus per F. de Wit. 't Amsterdam by F. de Wit op den Dam, in de Witte Pascaert
In: Atlas minor sive geographia compendiosa, qua orbis terrarum per paucas attamen novissimas tabulas ostenditur. Amstelaedami ex officina Nicolai Visscher.

Karte des Herzogtums Schleswig. Die Karte zeigt auch das Amt Glücksburg.


Büsching, Anton Friedrich (1752)
Anton Friderich Büschings, der Weltweisheit Doctors u. der freyen Künste Magisters, Mitglieds der kosmographischen Gesellschaft in Nürnberg. Kurzgefassete Staats-Beschreibung der Herzogthümer Holstein und Schleswig. Mit einer Nachricht von seiner neuen allgemeinen zuverläßigern Erdbeschreibung. Hamburg, bey Johann Carl Bohn. 1752.
S. 145 - 147: Das Fürstenthum Glücksburg.


Gude, Johann Christian (1778)
Bericht von der Halbinsul Sundewitt und dem Glücksburgschen Erblande, nebst einer kurzen Historischen Nachricht von dem Fürstlich-Glücksburgschen Hause. Altona, 1778. Gedruckt bey J. D. A. Eckkhardt, Königl. privilegirten Buchdrucker
Beschreibung des Amtes Glücksburg auf S. 89 - 135.


Pontoppidan, Erik (1781)
Om Hertugens af Glyksborg Arvelande
In: Den Danske Atlas Eller Konge-Riget Dannemark [...] Lands-Beskrivelse [...] : Tomus VII. Ved afgangne Pro-Canceller Dr. Erich Pontoppidan. Samlet og fortsat af Hans de Hofman, Hans Kongelig Majestæts Conferentzraad og Amtmand over Coldinghuus Amt. Kiøbenhavn, 1781.
S. 866 - 876

Zu Rüdekloster: S. 867 - 871. Zum Kloster Guldholm: S. 712, Fußnote (b).


Gude, Johann Christian (1788), Exemplar der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Bericht von der Halbinsul Sundewitt und dem Glücksburgschen Erblande, nebst einer kurzen Historischen Nachricht von dem Fürstlich-Glücksburgschen Hause. Flensburg und Leipzig, in Kortens Buchhandlung, 1788
Beschreibung des Amtes Glücksburg auf S. 89 - 135.


Gude, Johann Christian (1788), Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek
Bericht von der Halbinsul Sundewitt und dem Glücksburgschen Erblande, nebst einer kurzen Historischen Nachricht von dem Fürstlich-Glücksburgschen Hause. Flensburg und Leipzig, in Kortens Buchhandlung, 1788
Beschreibung des Amtes Glücksburg auf S. 89 - 135.


Jensen, Hans Nicolai Andreas (1827b)
Versuch einer geschichtlichen Darstellung der Kirchenverfassung im Herzogthum Schleswig : 2. Teil ; Darstellung der kirchlichen Verfassung des Herzogthums Schleswig nach der Reformation (von c. 1526 bis 1826) / von dem Candidatus Theologiä Jensen in Flensburg
In: Staatsbürgerliches Magazin, mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg. - Bd. 7 (1827). - S. 369 - 410

S. 389 - 390:

"Dieser (Herzog Johann der Jüngere) erhielt nun noch 1581 Ruhekloster mit Monkbrarup und Sundewith insoferne es (nemlich Düppel und Atzbüll) nicht schon früher zu Sonderburg gehört hatte. Ueber die Kirchen zu Sonderburg, Kekenis (welche der Herzog 1616 erbauen ließ) Düppel, Atzbüll, Broacker, Satrup, Nübel, Ulderup, Monkbrarup und Neukirchen in Angeln (vom Herzog erbaut 1622), wozu noch die Schloßkirche zu Glücksburg (welche 1582 erbaut ist) kam, führten die herzoglichen Hofprediger die Aufsicht. (...) Als Herzog Johann d. J. 1622 starb und seine Söhne sich in seine Besitzungen theilten, kamen von den genannten Kirchen Sonderburg, Kekenis, Düppel und Atzbüll zum Sonderburgischen, die übrigen 7 zum Glücksburgischen Antheil, wo denn gleichfalls die beiderseitigen Hofprediger die Inspection hatten."

Jensen, Hans Nicolai Andreas (1841)
Versuch einer kirchlichen Statistik des Herzoghtums Schleswig von H. N. A. Jensen, Dr. phil. , Pastor zu Gelting. Dritte Lieferung, enthaltend die Propsteien Flensburg, Gottorf und Hütten. Flensburg. Druck und Verlag von A. S. Kastrup. 1841.

S. 985:

"Munkbrarup, vormals, auch noch im Kirchensiegel 1637 Holdenes-Brarup genannt von der Landspitze Holdenes oder Holnis, die hier in den Flensb. Meerbusen hineinreicht, von welchem im N.W. und N.O. die ziemlich ausgedehnte Gemeine begränzt wird."

S. 988 - 989, Fußnote:

"Der Pastor Nic. Christiani giebt davon folgende Nachricht:
Anno 1582 hefft S. F. G. do de olde Kerke in unserm Caspel Brarup, de 18 Jahr gantz vorwöstet vnd vorfallen lach von Donner vnd Blixen angesticket vnd neen Gadesdenst in so veelen Jahren darinne vorrichtet, wedderumb eine schöne nye Kercke up egene Vnkostning, ahne syner Vndersaten tholage vnd beschwering mit schönen vasten nyen Mühren, Gewölffen, Altar, Finstern, Klocken vnd mit aller thobehör gantz herrlich vpbuwen vnd vornyen lathen, dat se billig manck den vornemsten Kerken in Angeln tho röhmende sy.
Es scheint indessen, daß die übrigen Kirchen des Herzogs zu diesem Kirchenbau haben beitragen müssen, wenigstens finde ich im Kirchenbuche zu Düppel:
Jn dissem Jare sind ock na F. D. Bevele 6 Mk. hinäver in Angeln geschicket tho Holdeneß-Brarup Kerken gebuwede. Item, noch in dem Jare 82 3 Dalers hinäver in Angelen gesandt tho der affgebrannten Kerken Holdeneß-Brarup. 1597 der Kerken Braderup-Holdenes in Angelen gelent 20 Rthlr.
Während die Kirche wüste lag, hielt wahrscheinlich die Gemeine ihren Gottesdienst in der Klosterkirche."

Jensen teilt nicht mit, aus welcher Quelle die Nachricht des Pastors Nicolaus Christiani stammt. Sie soll als Eintrag im Vorsatz des ältesten Munkbraruper Kirchenbuches von 1677 überliefert worden sein. Vermutlich stammt sie aus einem älteren, nicht mehr existierenden Dokument.

 

Königlich Dänische Ackerakademie

Lüders, Philipp Ernst (1762a)
Allerdunterthänigster Bericht an Jhro Königl. Majestät zu Dännemark, Norwegen ect. worin eine fortgesetzte Nachricht von dem Bau der Acker-Academie enthalten ist. Allerghorsamst abgestattet von einem Mitglied der dänischen Acker-Academie. Flensburg, gedruckt mit Serringhausischen Schriften, 1762.


Lüders, Philipp Ernst (1762b)
Schreiben an die Gönnner und Mitglieder der dänischen Acker-Academie worin von des Verfassers diesjährigen oeconomischen Bemühungen Nachricht gegeben und zugleich eine Einladung zum würklichen Bau der Acker-Academie enthalten ist, entworfen von einem Mitgliede derselben. Flensburg, gedruckt mit Serringhausischen Schriften, 1762.


Lüders, Philipp Ernst (1762c)
Kurze Nachricht von der General-Versamlung der Dänischen Acker-Academie, die den 13ten Julii auf Glücksburg gehalten worden. Abgefasset von einem Mitgliede derselben. Flensburg, gedruckt mit Serringhausischen Schriften 1762.


Lüders, Philipp Ernst (1763a)
Schreiben an die Gönner und Mitglieder der Königlich-Dänischen Acker-Academie worin von des Verfassers vorjährigen Oeconomischen Bemühungen Nachricht gegeben und zugleich eine Einladung zum fortzusetzenden Bau der Acker-Academie enthalten ist. Entworfen von einem Mitgliede derselben. Flensburg. Gedruckt mit Serringhausischen Schriften. 1763


Lüders, Philipp Ernst (1763b)
Die Königlich-Dänische Acker-Academie, wie sie nach ihrem Sinn, Art, Ordnung und Zweck am Stiftungs-Tage den 13ten Julii 1762 entworfen worden. Nunmehro ans Licht gestellet von einem Mitgliede derselben. Flensburg, gedruckt mit Serringhausischen Schriften, 1763


Oest, Nikolaus (1767)
Oeconomisch-practische Anweisung zur Einfriedigung der Ländereien nebst einem Anhang von der Art und Weise, wie die Feldsteine können gesprenget und gespalten werden, auch nöthigen Kupfern, mitgetheilet von Nicolaus Oest, der Königl. Dänischen Ackeracademie Mitgliede. Flensburg, verlegt von Johann Christoph Korte, 1767.

 

 

 

MUNKBRARUPHARDE (1779 - 1867)

Niemann, August Christian Heinrich (1799)
XIII. Amt Flensburg: Munkbrarupharde
Handbuch der schleswig-holsteinischen Landeskunde. Topographischer Theil. Erster Band. Herzogthum Schleswig. Von August Niemann, Professor in Kiel. Hamburg, 1799. Bei Friedrich Perthes.
S. 402 - 407


Jensen, Hans Nicolai Andreas (1841)
Versuch einer kirchlichen Statistik des Herzoghtums Schleswig von H. N. A. Jensen, Dr. phil. , Pastor zu Gelting. Dritte Lieferung, enthaltend die Propsteien Flensburg, Gottorf und Hütten. Flensburg. Druck und Verlag von A. S. Kastrup. 1841.
Historisch-topographisches Werk. Husbyharde: S. 951 - 984. Munkbrarupharde: S. 984 - 999.


Jensen, Hans Nicolai Andreas (1844)
Angeln. Zunächst für die Angler historisch beschrieben von H. N. A. Jensen. Dr. phil. Pastor zu Gelting. Flensburg, 1844. Verlag von Christ. Andersen. Gedruckt bei J. D. Jäger, Königl. priv. Buchdrucker.
Munkbrarup-Harde: S. 295 - 296. Munk-Brarup: S. 343 - 347. Glücksburg: S. 347 - 349.


Munkbrarup-Harde (1849)
In: Staats-Handbuch für die Herzogthümer Schleswig-Holstein auf das Jahr 1849. Nebst einer Genealogie sämmtlicher europäischer Regenten- und Fürstenhäuser. Altona, Verlag und Druck der Expedition des Altonaer Mercur's.
S. 38 - 39


Schmidt, J. N. (1852)
Munkbrarup Herred
In: Topographi over Slesvig / J. N. Schmidt. - S. 268 - 269
(Digitalisat auf privater Webseite.)


Munkbrarupharde (1853)
In: Topographie des Herzogthums Schleswig. Erster Theil. Kiel. Verlag von Carl Schröder & Comp. 1853
S. 63 der Einleitung


Munkbrarup (1853)
In: Topographie des Herzogthums Schleswig. Zweiter Theil. Kiel. Verlag von Carl Schröder & Comp. 1853.
S. 50


Trap, Jens Peter (1864)
Munkbrarup Herred
In: Statistisk-topographisk Beskrivelse af Hertugdømmet Slesvig ved J. P. Trap. II. Bd. Kjöbenhavn, 1864

S. 486 - 492

Die Harden des Herzogtums Schleswig vor 1864
Die Harden des Herzogtums Schleswig vor 1864
5d = Munkbrarupharde

 

Stand: 3. Juni 2024